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Burgen & Schlösser

Schloss Hohenschwangau

Das hübsche Schloss Hohenschwangau steht im gleichnamigen Schwangauer Ortsteil, gegenüber des weltberühmten Schloss Neuschwanstein, bei Füssen im Allgäu. Es entstand zwischen 1832 und 1837 im Auftrag des bayerischen Königs Maximilian II. aus der Burgruine Schwanstein und diente der Königsfamilie später als Wohnsitz. Heute ist das Schloss Hohenschwangau eine tolle Sehenswürdigkeit, die sich kein Allgäu-Urlauber entgehen lassen sollte.

Im Schloss Hohenschwangau verbrachte der beliebte Märchenkönig und Neuschwanstein-Schöpfer Ludwig II. weite Teile seiner Kindheit und Jugend. Ursprünglich stand an der Stelle des Schlosses die erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnte Burg Schwanstein, die zunächst den Herren von Schwanstein als Domizil diente und in den folgenden Jahrhunderten häufig die Besitzer wechselte. Im Jahre 1829 entdeckte der damalige bayerische Kronprinz Maximilian II. die inzwischen zur Ruine verkommene Burg und war von ihrer herrlichen Lage zwischen Alpsee und Schwansee so angetan, dass er kurzerhand beschloss, sie zu kaufen. Nach dreijährigen Kaufverhandlungen erwarb er die Burgruine schließlich, benannte sie in Schloss Hohenschwangau um und ließ sie vom Architekturmaler Domenico Quaglio im neugotischen Stil umbauen. Da Quaglio während des Bauprojekts starb, vollendete der Architekt Joseph Daniel Ohlmüller es zu einem romantischen Wohnschloss, das später der königlichen Familie vor allem als Sommerresidenz diente. Maximilians Sohn, der spätere bayerische Märchenkönig Ludwig II., wuchs quasi zusammen mit seinem Bruder Otto auf Schloss Hohenschwangau auf. Nach dem Tod seines Vaters und während des Baus von Schloss Neuschwanstein wohnte er lange Zeit in dem Schloss, bevor er dann in seine eigene Prachtresidenz umsiedelte. Ludwigs Mutter, Königin Marie, wohnte noch bis zu ihrem Tode 1889 im Schloss Hohenschwangau, das heute dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds gehört und zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Allgäus zählt.

Der Hauptbau von Schloss Hohenschwangau ist eine viergeschossige, neugotische Anlage mit gelber Fassadenfarbe, zu der drei Rundtürme gehören. Die Inneneinrichtung stammt aus der Biedermeierzeit und ist bis heute unverändert erhalten geblieben. Das harmonische Wohnschloss beherbergt zahlreiche sehenswerte und kunstvoll ausgestattete Räume. Der größte Raum ist der Festsaal des Schlosses, dessen Wandgemälde Motive aus der Wikina Sage darstellen. Auch das Orientzimmer, das Maximilian II. nach einer Reise in den Orient gestalten ließ und das seiner Frau als Schlafzimmer diente, sowie das Berchtazimmer – das Schreibzimmer von Königin Marie – sind überaus prächtig eingerichtet. Am reizvollsten ist aber vielleicht das Tassozimmer, das Maximilian und Ludwig als Schlafraum diente und das über einen faszinierenden beleuchtbaren Sternenhimmel verfügt, der in die Zimmerdecke integriert wurde. Auch das Hohenstaufenzimmer, das sowohl als Ankleide- als auch Musikzimmer diente, ist sehr hübsch. Hier steht ein goldenes Klavier, auf dem Ludwigs Freund, der Komponist Richard Wagner, bei seinen Besuchen regelmäßig gespielt haben soll. Mehr als 90 Wandgemälde im ganzen Schloss zeigen Motive aus der mittelalterlichen Sagenwelt und fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen, das nicht nur Kunstfreunde beeindrucken wird.

Schloss Hohenschwangau lässt sich ganzjährig in Form einer etwa halbstündigen Führung besichtigen. Tickets dafür gibt es beim Ticketcenter Hohenschwangau. Von dort aus kann man sich auch im Stil der alten Könige in einer Kutsche zum Schloss chauffieren lassen. Nördlich von Schloss Hohenschwangau erstreckt sich der malerische Schwanseepark mit herrlichen Spazierwegen und direkt gegenüber befindet sich das weltbekannte Schloss Neuschwanstein. Unterhalb der beiden Schlösser, am Ufer des Alpsees, steht das Museum der Bayerischen Könige, in dem auf unterhaltsame Art viel Wissenswertes über die bayerischen Könige und ihre Prachtbauten zu erfahren ist.

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