Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel

Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel

Die 12,2 km lange Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel ist eine recht anspruchsvolle Bergtour, die einige schwierigere und steilere Passagen bereithält, dafür dann aber auch mit einem grandiosen Traumblick auf das Vilstal, den Lech und zahlreiche Allgäuer Seen begeistert. Unterwegs darf man sich bei dieser Wanderung auf wunderschöne Landschaftsimpressionen und allerlei Tiroler und Allgäuer Köstlichkeiten in der Vilser Alm freuen.

Die Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel führt zwar „nur“ auf eine Höhe von rund 1800 Metern, gilt aber als anspruchsvoll und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Geübte Bergwanderer werden diese Tour aber lieben, denn sie hält reizvolle Naturimpressionen und einen unvergesslichen Gipfelblick bereit. Man sollte für diese Wanderung knöchelumschließende Wanderschuhe mit einer ordentlichen Profilsohle und, falls vorhanden, Wanderstöcke mitnehmen. Außerdem ist darauf zu achten, genügend Proviant dabeizuhaben, da die einzige Einkehrmöglichkeit, die Vilser Alm, erst auf dem Rückweg beim Abstieg erreicht wird. Start- und Zielpunkt der Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel ist der Parkplatz am Skilift Konradshütte in der Tiroler Ortschaft Vils. Um dorthin zu gelangen, fährt man von Norden kommend oder von Füssen aus auf der A7 in Richtung Reutte und nimmt die erste Abfahrt nach dem Grenztunnel in Richtung Vils/ Pfronten. In Vils ist der Skilift Konradshütte ausgeschildert. Alternativ gelangt man vom Füssener Bahn- und Busbahnhof stündlich mit der Buslinie 74 nach Vils. Für die 12,2 km lange Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel muss man ungefähr fünfeinhalb Stunden einplanen.

Vom Parkplatz am Skilift Konradshütte wandert man bei dieser reizvollen Bergtour zunächst an der Hundsarschalpe vorbei hoch zum Hundsarschjoch. Diese wenig vornehmen Bezeichnungen stammen angeblich daher, dass auf der gesamten Strecke ein hoher Geröllreichtum vorliegt. Eine wohltuend reine Bergluft macht diese Wanderung gleich zu Anfang zu einem Genuss für die Sinne. Allgegenwärtig sind schöne Ausblicke auf malerische Bergwiesen und die prächtigen Allgäuer und Tiroler Gipfel. Vom Hundsarschjoch bietet sich einem ein toller Blick auf den 2047 Meter hohen Säuling, der auch als „Wächter des Allgäus“ bekannt ist. Die Form dieses markanten Berges hat Ähnlichkeit mit einer Pyramide und er ist von Reisenden, die in die Region Füssen/ Pfronten kommen schon von Weitem sehr gut zu sehen. Einer heimischen Sage nach tummeln sich in manchen Nächten die Hexen auf seinem Gipfelplateau und nutzen ihn als Tanzboden. Rechts am Hundsarschjoch führt ein felsiger Pfad hinauf zum Vilser Kegel, dessen großes Gipfelkreuz von hier aus schon zu sehen ist. Im Gipfelbereich führt der Schotterweg zum Teil über schwierige und steile Stellen. Eine gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier unbedingt erforderlich. Hat man diese Passagen bewältigt, steht man auf dem Vilser Kegel und kann sich an einem unvergesslichen Ausblick auf das Vilstal, den türkis schimmernden Lech und zahlreiche Allgäuer Seen erfreuen. Auch die Burgruine Falkenstein, die König Ludwig II. bereits aufgrund ihrer exponierten Lage begeisterte, ist von hier aus zu sehen. Nach dem obligatorischen Foto von sich selbst neben dem Gipfelkreuz steht der Abstieg bevor.

Dabei wandert man zunächst auf derselben Route zum Hundsarschjoch zurück und folgt dann dort dem Pfad, der zur Vilser Alm herunter führt. Diese urige Berghütte liegt auf einer Höhe von 1226 Metern und ist ein beliebtes Ziel von Erholungssuchenden, Wanderern und Bergsteigern. Sie verfügt über eine sehr gemütliche Sonnenterrasse, auf der man die Seele baumeln lassen und die Aussicht auf die Bergwelt genießen kann. Die Vilser Alm ist bekannt für ihre leckeren, hausgemachten Köstlichkeiten wie Apfelstrudel, Kaiserschmarrn oder Kässpatzen. Eine herzhafte Brotzeit bekommt man hier natürlich auch. Im Sommer findet regelmäßig ein „Almfrühstück“ in Buffetform statt, sodass man gleich alle Köstlichkeiten probieren kann. Wenn einem das Wetter mal einen Strich durch die Rechnung macht, kann man es sich auch in der geräumigen Gaststube der Alm bequem machen. Nach der gemütlichen Einkehr in der Vilser Alm folgt man der Fahrstraße, die hinunter zum Parkplatz der Hütte führt. Dort wandert man auf einer befestigten Straße weiter in Richtung Vils. Kurz vor der Ortschaft Angerwies biegt man am ersten Hof ab, um zwischen Almwiesen hindurch zurück nach Vils zu wandern. Dabei kommt man an dem sehr sehenswerten Albstrudelfall vorbei und passiert einen Aussichtspunkt, von dem aus man einen guten Blick auf den großen Vilser Kalksteinbruch hat. Hier kann man sich auch über die geologischen Besonderheiten des Vilser Kegels informieren. Schließlich erreicht man eine Fahrstraße, auf der man sich rechts hält, um zum Ausgangspunkt dieser Bergtour zurückzukehren.

Die Gipfel-Wanderung auf den Vilser Kegel verwöhnt geübte Bergwanderer mit schönen Landschaftsimpressionen, einem unvergesslichen Gipfelblick und echtem Tiroler Hüttencharme. Sie bietet somit eine gelungene Mischung aus sportlichem Anspruch und Genuss. Diese reizvolle Bergtour sollte man sich bei einem Urlaub im Allgäu nicht entgehen lassen.

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