Mit dem Mountainbike zur Bleckenau

Mit dem Mountainbike zur Bleckenau

Eines der absoluten Highlights für Mountainbiker im Allgäuer Königswinkel ist die 8,7 Kilometer lange Tour von Füssen über die Königsschlösser zur Bleckenau. Sie hat einen leichten bis mittleren Anspruch und begeistert mit wunderschönen Naturimpressionen und vielen Sehenswürdigkeiten und Plätzen am Wegesrand, die einen engen Bezug zur bayerischen Königsfamilie haben.

Mountainbiker finden in der vielseitigen Voralpenlandschaft rundum Füssen und Schwangau zahlreiche reizvolle Trails und Forstwege, die zu schönen Zielen in der Region führen. Eine Tour, die sich sowohl Anfänger als auch geübte Mountainbiker nicht entgehen lassen sollten, führt auf einer Länge von 8,7 Kilometern von der Füssener Innenstadt, vorbei an den weltbekannten Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, zum Berggasthaus Bleckenau, das sich auf 1167 Höhenmetern im Naturschutzgebiet Ammergebirge befindet. Das Berggasthaus Bleckenau wurde im 19. Jahrhundert im Auftrag von König Maximilian II. errichtet und diente Märchenkönig Ludwig II. später als Jagdhütte. Heute ist es eine bewirtschaftete Berghütte, die Wanderer, Naturliebhaber, König Ludwig-Fans und Mountainbiker mit leckeren Brotzeiten und warmen Allgäuer Gerichten verwöhnt. Startpunkt der Mountainbike-Tour zur Bleckenau ist die Tourist Information in Füssen. Füssen lässt sich über die Autobahn A7 oder die Bundesstraßen B16 und B17 erreichen. In der Stadt gibt es Parkmöglichkeiten im kostenpflichtigen Parkhaus P5 „City/ Sparkasse“, das sich in unmittelbarer Nähe der Tourist Information befindet, und auf dem kostenfreien Parkplatz P2 „Bundesleistungszentrum für Eishockey“, der etwa 15 Gehminuten vom Ausgangspunkt der Tour entfernt ist. Allgäu Urlauber, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, gelangen vom Füssener Bahn- und Busbahnhof aus in rund 5 Minuten zur Tourist Information. Hin und zurück sind für die Mountainbike-Tour mindestens 2 Stunden einzuplanen.

Die Mountainbike-Tour beginnt in der malerischen Füssener Innenstadt, die reich an Sehenswürdigkeiten wie gotischen Häusern, historischen Kirchen und Kapellen sowie anderen jahrhundertealten Bauwerken ist. Die Mountainbiker besteigen bei der Tourist Information ihr Rad und fahren auf der Sebastianstraße in Richtung Schwangau. Entlang der B17 verläuft hier ein Rad- und Wanderweg, der nach Hohenschwangau ins Dorf der Königsschlösser führt. Dort, inmitten einer traumhaften Berglandschaft, thront das weltberühmte Schloss Neuschwanstein, das im 19. Jahrhundert im Auftrag des „Kini“ Ludwig II. entstand und heute die wohl beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands ist. Von außen erinnert das prächtige Schloss an eine mittelalterliche Burg und innen drinnen ist es prunkvoll mit wertvollen Kunstschätzen, luxuriösen Möbeln und goldenem Dekor eingerichtet. Seine Bilderzyklen entführen in die romantische Märchenwelt des Mittelalters, für die Ludwig II. eine große Leidenschaft hegte. Jedes Jahr kommen fast 2 Millionen Menschen aus aller Welt in das Schloss und lassen sich von seiner Pracht und Schönheit verzaubern. Direkt gegenüber von Neuschwanstein steht Schloss Hohenschwangau – ein gemütliches Wohnschloss, das der Königsfamilie für weite Teile des Jahres als Domizil diente.

Die Mountainbiker folgen der Fahrstraße Richtung Schloss Neuschwanstein hinauf und biegen dann rechts auf den Schotterweg ab, der zur Marienbrücke führt. Hier sollten sie kurz vom Rad steigen, um die Marienbrücke zu betreten, von der sich ein Traumblick auf Neuschwanstein und die wildromantische Pöllatschlucht bietet. Anschließend fahren sie weiter, ein kurzes Stück auf der Teerstraße bergab, bevor es kontinuierlich bergauf zum Berggasthaus Bleckenau geht. Der Anstieg testet ein bisschen die Fitness und verlangt Kondition, dafür führt er aber durch eine wunderschöne Berglandschaft, die mit frischer, wohltuender Höhenluft und herrlichen Ausblicken auf das weite Voralpenland begeistert. Auf einer Höhe von 1167 Metern erreichen die Biker schließlich die Bleckenau, die hier mitten im Naturschutzgebiet Ammergebirge steht und über eine gemütliche Sonnenterrasse verfügt, auf der sie ihren Gästen leckere Brotzeiten und warme Allgäuer Hüttengerichte serviert.

Entstanden ist das Berggasthaus Bleckenau zwischen 1846 und 1850 im Auftrag von Maximilian II., dem Vater des Märchenkönigs. Er wollte damit seiner Frau, der späteren Königin Marie, eine besondere Freude bereiten. Marie galt als leidenschaftliche Bergliebhaberin. Ihre Begeisterung für die Berge begann schon in frühester Jugend, als sie regelmäßig in den Sommermonaten, gemeinsam mit ihrer Familie, auf Schloss Fischbach im schlesischen Riesengebirge verweilte. Dort befand sich das Mariannen Cottage, das dem im Schweizer Bausteil errichteten Haus Bleckenau als Vorbild diente. Später nutzte Maries Sohn Ludwig II. die Bleckenau als Jagdhütte, bevor sie im 20. Jahrhundert zu einer bewirteten Berghütte für Wanderer und Naturliebhaber wurde. Wer in der Bleckenau einkehrt, befindet sich an einer geschichtsträchtigen Stätte, die außerdem auch sehr gemütlich ist und echtes Hüttenfeeling vermittelt. Nachdem die Mountainbiker dieses genossen haben, kehren sie auf derselben Route nach Füssen zurück. Alternativ können sie auch auf dem Wasserleitungsweg ins Tal hinunterfahren.

Die Mountainbike-Tour über die Königsschlösser zur Bleckenau verspricht eine Fülle von schönen und unvergesslichen Urlaubseindrücken. Sie folgt den Spuren der bayerischen Könige und führt Anfänger und Fortgeschrittene unter den Mountainbikern durch eine Bilderbuchlandschaft, die ihresgleichen sucht.

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