Burgruinen-Hopfensee-Tour

Die Burgruinen-Hopfensee-Tour ist eine 11,3 km lange, erlebnisreiche Wandertour, die vom Eisenberger Ortsteil Zell über die Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg sowie den Allgäuer Bier-Käse-Wanderweg zum malerischen Hopfensee an der Riviera des Allgäus führt. Wanderfreunde können sich bei dieser Tour auf wunderschöne Landschaftsimpressionen, herrliche Ausblicke über das weite Voralpenland und abwechslungsreiche kulinarische Genüsse freuen.

Die Burgruinen-Hopfensee-Tour ist eine Wanderung, die sich mit etwas Kondition von der gesamten Familie problemlos bewältigen lässt. Lediglich der erste Teil, der Aufstieg zu den Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg, testet die Fitness und ist ein bisschen anstrengend. Ausgangspunkt der Wandertour ist der Eisenberger Ortsteil Zell. Dorthin kommt man, wenn man über die A7 oder die Bundesstraßen B310, B16 oder B17 nach Füssen fährt und von dort der OAL 2 Richtung Hopferau folgt. Alternativ fährt man von Füssen nach Hopfen am See, stellt sein Fahrzeug dort kostenfrei am West- oder Ostufer des Hopfensees ab und lässt sich vom Bus nach Zell bringen. Bahnreisende können ebenfalls vom Bahnhof in Füssen aus nach Zell und auch nach Hopfen am See gelangen. Vor der Wanderung bietet es sich, das Burgenmuseum in Zell zu besuchen. Dort bekommt man viele interessante Hintergrundinformationen über die Geschichte der beiden Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg und kann zahlreiche Ausgrabungsfunde von den Ruinen besichtigen.

Die Burgruinen-Hopfen-Tour führt zunächst an der Zeller Pfarrkirche vorbei zum Ortsausgang Richtung Schweinegg. Hier beginnt die durchaus etwas anstrengende Wanderung hinauf zu den benachbarten, spätmittelalterlichen Burgen Hohenfreyberg und Eisenberg. Diese wurden, wie auch die in der Nähe stehende Burg Falkenstein, während des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Anfang des Jahrtausends wurden beide Burgen aufwendig saniert und viele Schautafeln erläutern ihre Geschichte und frühere Nutzung. Burg Hohenfreyberg, bei der vor allem die Türme und Zwingeranlagen beeindruckend sind, wurde 1418 errichtet und gehört zu den letzten großen Burgneubauten des deutschen Mittelalters. Bei der um 1315 gebauten Burg Eisenberg, einer Mantelmauerburg mit einer Art Schildmauer drumherum, ist die Gliederung der Burgräume noch sehr gut zu erkennen. Vor allem das Backhaus im Eingangsbereich ist sehr sehenswert. Von beiden Burgruinen aus, in denen man sich frei bewegen kann, hat man eine Traumaussicht über das weite Voralpenland sowie auf die Burg Falkenstein und die umliegenden prächtigen Berge. Nach der Besichtigung der Burgruinen wandert man in rund 20 Minuten hinunter zur Schlossbergalm, einer von malerischen Wiesen und Wäldern umgebenen Hütte, die ihre Gäste mit leckeren Brotzeiten und warmen Gerichten verwöhnt.

Über Pröbsten geht es anschließend frisch gestärkt zur Wallfahrtskirche Mariahilf, die im Eisenberger Ortsteil Speiden steht. Das im 17. Jahrhundert entstandene Gotteshaus ist prächtig im Barockstil eingerichtet. Besonders sehenswert sind der Hauptaltar mit seinen Heiligenfiguren und das Fresko in der Mitte des Chorraums, das die Himmelfahrt Mariens darstellt. Für Kirchenliebhaber ist die Besichtigung ein echtes Highlight. Direkt neben der Wallfahrtskirche befindet sich das Mariahilfer Sudhaus, in dem es zahlreiche Bierspezialitäten zu erwerben gibt und, dass seinen Gästen auch leckere warme Gerichte serviert. Vom Sudhaus führt der etwa 5 Kilometer lange Allgäuer Bier-Käse-Wanderweg zur Sennerei Lehern in Hopferau. Entlang des Weges, der durch eine traumhafte Landschaft verläuft und herrliche Ausblicke in die Bergwelt ermöglicht, stehen Schautafeln, die den Wanderern viel Wissenswertes über die beiden Lebensmittel Bier und Käse vermitteln. In der Sennerei Lehern kann man köstliche Käseleckereien erwerben und an bestimmten Terminen an Führungen durch eine Schaukäserei teilnehmen, die einem das traditionelle Handwerk der Käseherstellung näher bringt. Die angrenzende, gemütlich eingerichtete Käse Alm verwöhnt die Wanderer mit leckeren warmen Gerichten und erfrischenden Getränken. Für das leibliche Wohl ist bei der Burgruinen-Hopfen-Tour also wirklich gut gesorgt.

Die letzte Etappe der Wandertour führt am Reinertshof vorbei bis zum Ufer des Hopfensees, einem der schönsten und wärmsten Seen Bayerns. Während man auf dem Hopfenseerundweg durch eine intakte Naturlandschaft wandert, kann man sich immer wieder an phantastischen Ausblicken auf die umliegenden Berge erfreuen. Zum Abschluss der Wandertour flaniert man entlang der Uferpromenade in Hopfen am See und bekommt einen grandiosen 180-Grad-Rundumblick auf die Gipfel der Lechtaler, Tannheimer, Ammergauer und Allgäuer Alpen sowie dem Schloss Neuschwanstein geboten. Der Kneipp- und Luftkurort Hopfen am See versprüht ein beinahe südländisches Flair vor einem herrlichen Alpenpanorama, weswegen man ihn auch als Riviera des Allgäus bezeichnet. Nach der Wanderung hat man die Möglichkeit, eine entspannende Bootsfahrt auf dem Hopfensee zu genießen oder an warmen Tagen das Freibad zu besuchen, zu dem eine Minigolf-Anlage und ein Kinderspielplatz gehören. Entlang der Uferpromenade laden außerdem schöne Cafés und Restaurants zur Einkehr ein.

Die Burgruinen-Hopfensee-Tour ermöglicht einen wunderschönen Urlaubstag im Allgäu, der voll von interessanten Eindrücken ist. Bei dieser Wanderung bekommt man atemberaubende Naturimpressionen, leckere kulinarische Köstlichkeiten, attraktive Sehenswürdigkeiten und schöne Ausblicke über das Voralpenland geboten.


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